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In diesem Beitrag erfahrt ihr fünf Fehler, die häufig bei der Roboterprogrammierung gemacht werden, aber einfach zu vermeiden sind.

  1. Falsche Definition der Koordinatensysteme

Wenn Tool Center Point, Workobjekt oder Lastdaten nicht richtig definiert sind, bekommt man sehr schnell Probleme. Fährt der Roboter zum Beispiel einen Crash, ist es schwierig, die Programme nachzuteachen. Im Falle von falsch definierten Lastdaten können auch die Achsen brechen oder es kommt schneller zu Verschleiß. Wer von Anfang an alles richtig definiert, wird später wesentlich weniger Ärger haben.

2. Schlechte Programmstruktur

Ein Roboterprogramm soll gelesen werden können wie ein Buch. Das Hauptprogramm ist wie das Inhaltsverzeichnis, es sagt dir auf einen Blick, was der Roboter arbeitet. Die Unterprogramme sind dann die einzelnen Kapitel, in ihnen erfährst du, WIE der Roboter arbeitet. Dabei ist es auch wichtig, genau zu benennen, was der Roboter gerade macht. Wenn ich mir nach einem Monat das Programm nochmal anschaue, dann weiß ich nicht mehr, was ‘Position 19’ ist. Deshalb: Klare Namen vergeben, wie zum Beispiel “Aufnahme Werkzeug”.

3. Mechanik außer Acht lassen

Wer nur das Programmiergerät oder die Programmiersoftware vor sich hat, vergisst schnell die Mechanik des Roboters. Dazu gehört, dass die Achsen möglichst auf 0 stehen sollten, wenn man mit der Programmierung beginnt, um nicht aus Versehen den Endschalter zu erreichen. Genauso kann es passieren, dass dann die Ecken des Programms nicht mehr erreicht werden können. Zudem muss auch auf Anbauteile geachtet werden, sonst kann es zum Beispiel passieren, dass sich das Schlauchpaket um den Roboter wickelt und beschädigt wird.

4. Programm wird nicht optimiert

Ein Roboter muss sein Programm tausende und abertausende Male durchführen, daher ist es natürlich wichtig, dass das Programm so effizient wie möglich ist. Eckige Bewegungen, ungünstige Drehungen, die zu schnellerem Verschleiß führen, oder unnötige Bremsungen sollten überarbeitet werden, damit das Programm auch auf Dauer gut, sicher und effizient ist.

5. Nicht genügend Zeit einplanen

Du denkst, du brauchst 1 Woche für die Programmierung? Das mag sein, aber schlag trotzdem von Anfang an mehr Zeit ein. Oft sieht man nur die eigene Aufgabe, aber es kann immer zu Verzögerungen kommen. Vielleicht wird noch ein Teil benötigt, das nicht lieferbar ist, vielleicht muss etwas umgebaut werden oder es gibt irgendein anderes Problem, das dazu führt, dass mehr Zeit als geplant benötigt wird. Deshalb lieber von Anfang an eine längere Programmierzeit kommunizieren und veranschlagen. Wenn es dann doch schneller gehen sollte, beschwert sich normalerweise niemand, andersrum kann es natürlich vorkommen, dass der Kunde sauer ist wegen der Verzögerung.

Das waren 5 häufige Fehler bei der Roboterprogrammierung, die einfach zu vermeiden sind.

Schaue dazu auch gerne das folgende Video, in dem Werner Hampel nochmal genauer auf die einzelnen Punkte eingeht: